Notice: Undefined variable: idd in /home/.sites/84/site2667239/web/cms/wp-content/themes/ue-ridler/single-projekte.php on line 8 Gerda Ridler | Katalog ISOLDE MARIA JOHAM

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Isolde Maria Joham, Cool, 2004 (Foto: Christoph Fuchs)

 
ISOLDE MARIA JOHAM. Eine Visionärin neu entdeckt.
 
Herausgegeben von: Gerda Ridler (Landesgalerie Niederösterreich), Alexandra Schantl (Landessammlungen Niederösterreich)
Cover: Hardcover, Format: 23,5 x 28 cm
Sprachen: Deutsch/Englisch, 272 Seiten
Textbeiträge: Ralf Christofori, Nikolaus Kratzer, Günther Oberhollenzer, Jutta M. Pichler, Gerda Ridler, Dieter Ronte, Alexandra Schantl, Susanne Watzenboeck
Grafikdesign: Gregor Stödtner, Lektorat: Winfried Stürzl, Übersetzung: Chris Walton
Erschienen im: Hirmer Verlag, 2022
 
VORWORT
 
Die Landesgalerie Niederösterreich zeigt die größte und facettenreichste Ausstellung zum Werk von Isolde Maria Joham, die der Künstlerin jemals gewidmet wurde. Genau 40 Jahre nach ihrer ersten Malereiausstellung im Wiener Palais Liechtenstein würdigen wir das Œuvre dieser beeindruckenden Künstlerin, die im heurigen Jahr ihren 90. Geburtstag feiert. Es gilt, das Werk einer Ausnahmekünstlerin wieder zu entdecken.
 
Gemeinsam mit den Landessammlungen Niederösterreich wurden Leben und Werk von Isolde Maria Joham erstmals in vollem Umfang wissenschaftlich erforscht. Formuliertes Ziel dieser Kooperation war es, Johams Œuvre im österreichischen und im internationalen Kontext zu verorten, ihre bisher nur marginal erfolgte Einbettung in die österreichische Kunstgeschichte der letzten Jahrzehnte zu korrigieren, und zur Rezeptionsentwicklung und Wertschätzung ihres Werkes beizutragen.
 
Ausstellung und Katalog geben Einblick in Johams künstlerisches Schaffen von sieben Jahrzehnten, zeichnen den Wandel von der Glaskunst zur Malerei nach und begreifen in Diskontinuitäten den Reiz der Vielschichtigkeit einer Künstlerin, die in der Auseinandersetzung mit Pop-Art, Realismen und Appropriation Art eine eigenständige und kraftvolle Stimme entwickelte.
 
Wer dem Werk dieser leidenschaftlichen Malerin begegnet, wird nicht verstehen können, warum es jahrzehntelang kaum bekannt war. Die vielschichtigen Themen, die Isolde Maria Joham zeit ihres Lebens beschäftigten, nehmen in vielen Fällen Problemstellungen und Herausforderungen unserer Zeit vorweg. Ihre Gemälde thematisieren die komplexe Relation von Natur und Technik, die verschwimmenden Grenzen zwischen Mensch und Maschine oder das verführerische Potential der Oberfläche und der kapitalistischen Warenwelt und entfalten ob der übergroßen Formate eine ebenso faszinierende wie irritierende Wirkung. Mit ihren ungewöhnlichen Motivkombinationen hat Joham heikle Zukunftsfragen antizipiert, die den zum Teil vor Jahrzehnten entstandenen Gemälden eine noch nie dagewesene Brisanz und Aktualität verleihen.
 
Viele Kolleginnen und Kollegen der Landessammlungen Niederösterreich und der Kunstmeile Krems haben engagiert mitgewirkt, um das Werk von Isolde Maria Joham einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dafür bin ich allen von Herzen dankbar. Mein besonderer Dank gilt meiner Ko-Kuratorin Alexandra Schantl, die als Sammlungskustodin in den letzten Jahren zentrale Werke von Isolde Maria Joham für die zeitgenössische Kunstsammlung des Landes Niederösterreich erworben hat. Susanne Watzenböck hat als kuratorische Assistentin durch ihre gewissenhafte und kenntnisreiche Arbeit maßgeblich zur Realisierung dieses Projektes beigetragen. Seitens der Landesgalerie Niederösterreich danke ich Elke Pehamberger-Müllner, Reinhard Kern, Sigrid Wilhelm, Stefanie Fröhlich und ihren Teams, die allesamt mit Begeisterung und Kompetenz mitgearbeitet haben und auch dafür sorgen, dass die Ergebnisse unserer Arbeit viele Menschen erreichen.
 
Die vorliegende Publikation ist nicht im klassischen Sinne Ausstellungsdokumentation, sondern bündelt unterschiedliche kunsthistorische Blicke auf verschiedene Werkphasen, die synoptisch einen umfassenden Einblick in den künstlerischen Kosmos Isolde Maria Johams geben. Mein herzlicher Dank gilt daher allen Autorinnen und Autoren für ihre fundierten Beiträge. Im Besonderen danke ich Jutta M. Pichler, die den Bereich der Glaskunst erstmal umfänglich wissenschaftlich aufgearbeitet hat. Weiterhin sei Gregor Stödtner für die überzeugende grafische Umsetzung, Winfried Stürzl für das sorgsame Lektorat, Chris Walton für die fachkundige englische Übersetzung, Christoph Fuchs für die professionelle Fotografie und dem Hirmer Verlag für die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung des Katalogs gedankt.
 
Mein innigster Dank geht an Isolde Maria Joham und ihren Ehemann, den Bildhauer Gottfried Höllwarth, die uns von der ersten Konzeptidee bis zur Realisierung der Ausstellung umfassend unterstützt und uns einen vertrauensvollen Einblick in alle persönlichen Archive gewährt haben. Ihr kompromissloser Einsatz für die Kunst hat dieses ambitionierte Projekt in großem Maße erleichtert und bereichert.
 
Zuletzt wünsche ich mir, dass unsere Begeisterung für das außergewöhnliche Werk von Isolde Maria Joham auch viele Besucherinnen und Besucher der Ausstellung und Leserinnen und Leser dieser Publikation faszinieren möge.
 
Dr.in Gerda Ridler
Künstlerische Direktorin der Landesgalerie Niederösterreich
 
Gerda Ridler (April 2022)
 
Website Landesgalerie Niederösterreich